Brute-Force-Angriff – eine große Gefahr
Brute-Force-Angriff – verständlich erklärt
Ein Brute-Force-Angriff gehört zu den bekannten Angriffsmethoden im Internet. Dabei versucht ein Angreifer, sich durch das systematische Ausprobieren vieler verschiedener Passwörter Zugang zu einem Benutzerkonto zu verschaffen.
Bei WordPress kann beispielsweise der Login-Bereich Ziel solcher automatisierten Versuche sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass jemand persönlich vor dem Computer sitzt und tausende Passwörter ausprobiert. In der Regel übernehmen Programme diese Arbeit.
Wie funktioniert ein Brute-Force-Angriff?
Das Prinzip ist erstaunlich simpel. Ein Angreifer kennt möglicherweise bereits einen Benutzernamen und versucht dazu verschiedene Passwörter.
Ein automatisiertes Programm kann beispielsweise Kombinationen aus häufig verwendeten Passwörtern, Wörtern und Zahlen ausprobieren.
Bei einem sehr einfachen Passwort kann das unter Umständen schnell zum Erfolg führen.
Besonders problematisch sind Passwörter wie „123456“, „password“ oder einfache Kombinationen aus Namen und Geburtsjahren. Solche Passwörter lassen sich vergleichsweise leicht erraten.
Warum sind WordPress-Websites betroffen?
WordPress ist weit verbreitet. Dadurch gibt es natürlich auch viele Installationen, die für automatisierte Angriffe interessant sind.
Ein Angreifer muss dabei nicht unbedingt wissen, wem eine Website gehört. Bots durchsuchen das Internet automatisch nach erreichbaren WordPress-Installationen.
Oft werden dabei nicht nur einzelne Websites angegriffen. Ein Bot kann innerhalb kurzer Zeit sehr viele Login-Versuche bei zahlreichen Websites durchführen.
Selbst wenn kein erfolgreicher Login gelingt, können solche Versuche Server und Website unnötig belasten.
Ein starkes Passwort ist der erste Schutz
Der einfachste Schutz besteht aus einem starken und einzigartigen Passwort.
Es sollte lang sein und nicht für andere Dienste verwendet werden. Besonders sinnvoll sind zufällige Passwörter, die sich nicht aus Namen, bekannten Begriffen oder einfachen Zahlenfolgen zusammensetzen.
Ein Passwortmanager kann dabei helfen, für jede Website ein eigenes Passwort zu verwenden.
Noch besser wird der Schutz, wenn zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingesetzt wird.
Was kann WordPress zusätzlich schützen?
Für WordPress gibt es verschiedene Sicherheitslösungen. Manche Plugins können verdächtige Login-Versuche erkennen und begrenzen.
Auch eine Firewall kann dabei helfen, unerwünschte Zugriffe abzuwehren. Je nach System lassen sich außerdem IP-Adressen zeitweise blockieren oder die Anzahl der Login-Versuche begrenzen.
Wichtig ist allerdings, nicht einfach möglichst viele Sicherheits-Plugins gleichzeitig zu installieren. Eine sauber konfigurierte Lösung reicht häufig aus.
Regelmäßige Updates von WordPress, Plugins und Themes gehören ebenfalls zum Sicherheitskonzept.
Muss man sich vor jedem Loginversuch fürchten?
Nein. Ein einzelner fehlgeschlagener Loginversuch bedeutet noch lange keinen Angriff.
Viele Websites erhalten regelmäßig automatisierte Anfragen aus dem Internet. Entscheidend ist, wie die Website damit umgeht.
Ein starkes Passwort, aktuelle Software, eine sinnvolle Begrenzung von Login-Versuchen und gegebenenfalls eine Zwei-Faktor-Authentifizierung machen einen Brute-Force-Angriff deutlich schwieriger.
Das Ziel ist nicht, jeden Angriff unmöglich zu machen. Es geht darum, den Zugang so gut abzusichern, dass automatisierte Angriffe möglichst keine Chance haben.
