Plesk – die Verwaltungsoberfläche für dein Hosting
Wer ein Webhosting-Paket bestellt, muss nicht zwangsläufig direkt mit Linux-Befehlen oder Serverkonfigurationen arbeiten. Dafür gibt es Verwaltungsoberflächen. Eine davon heißt Plesk. Plesk ist eine grafische Verwaltungsoberfläche für Server und Hosting. Je nach Hostingangebot lassen sich dort Domains, E-Mail-Adressen, Datenbanken, Dateien, SSL-Zertifikate und Websites verwalten. Für WordPress-Nutzer ist besonders die Verbindung mit dem WP Toolkit interessant.
Plesk – was kann man damit machen?
Plesk bündelt viele Funktionen an einer zentralen Stelle. Je nach Tarif und Berechtigungen können beispielsweise Domains verwaltet, E-Mail-Adressen angelegt, Datenbanken eingerichtet und Dateien bearbeitet werden. Auch SSL-Zertifikate und verschiedene PHP-Einstellungen können dort verwaltet werden.
Das macht Plesk besonders für Menschen interessant, die mehrere Websites betreiben. Statt für jede technische Aufgabe einen separaten Zugang zu verwenden, findet man viele Funktionen in einer Oberfläche.
Plesk und WordPress
Für WordPress gibt es in Plesk das WP Toolkit. Damit lassen sich WordPress-Installationen installieren, konfigurieren und verwalten. WP Toolkit ist die zentrale Verwaltungsoberfläche. WordPress kann beispielsweise direkt über das Toolkit installiert werden. Auch vorhandene WordPress-Installationen lassen sich in vielen Fällen erkennen und verwalten.
Was kann WP Toolkit?
Es geht nicht nur um die Installationen, sondern auch etwa um die Verwaltung von Plugins oder Themes. Auch können Backups erstellt werden, Websites können geklont werden. Diese Oberfläche bietet auf einen Blick viele Möglichkeiten.
Für jemanden mit mehreren WordPress-Websites kann das sehr praktisch sein. Statt sich bei jeder Website einzeln anzumelden, lassen sich viele Verwaltungsaufgaben zentraler erledigen.
Plesk ist nicht WordPress
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Plesk verwaltet den Server beziehungsweise das Hosting.
WordPress verwaltet den Inhalt und die Website.
Das sind zwei verschiedene Ebenen. In Plesk kann man beispielsweise eine Domain anlegen oder eine Datenbank verwalten. Im WordPress-Dashboard schreibt man dagegen Beiträge, erstellt Seiten und installiert Plugins. Das WP Toolkit bildet eine Art Verbindung zwischen beiden Welten.
Die zentrale Unterscheidung:
- Kundenbereich → Vertrag, Rechnungen, gebuchte Produkte, Domains, Support usw.
- Control Panel → technische Verwaltung des Hostings
- Plesk / cPanel / LiveConfig → konkrete Control Panels
- WP Toolkit → zusätzliche WordPress-Verwaltung
Plesk für Beginner
Plesk kann auf den ersten Blick umfangreich wirken. Das liegt daran, dass eine Hosting-Verwaltung wesentlich mehr Aufgaben umfasst als ein WordPress-Dashboard. Für den normalen Betrieb braucht man allerdings nicht jede Funktion. Wer beispielsweise nur eine WordPress-Website betreibt, nutzt vielleicht hauptsächlich Domains, E-Mail, Datenbanken, SSL und WordPress Toolkit. Mit mehreren Websites werden die Verwaltungsfunktionen zunehmend interessanter.
Plesk und mehrere Websites
Gerade hier zeigt sich eine Stärke von Plesk. Domains und Websites können zentral verwaltet werden. Je nach Hosting-Tarif können mehrere Domains und WordPress-Installationen unter einem Kundenkonto liegen. Für jemanden, der viele Blogs betreibt, kann das wesentlich angenehmer sein als eine Vielzahl völlig getrennter Verwaltungsoberflächen. Natürlich hängt der genaue Funktionsumfang vom jeweiligen Hostinganbieter und gebuchten Plesk-Tarif ab.
Plesk ist ein Werkzeug
Plesk nimmt einem die Arbeit mit dem Server nicht vollständig ab. Es macht sie aber deutlich verständlicher. Statt Befehle in einer Konsole einzugeben, stehen viele Funktionen über eine grafische Oberfläche zur Verfügung. Für WordPress-Nutzer ist besonders die Kombination aus Plesk + WP Toolkit + WordPress interessant. Plesk bildet dabei die Hosting-Verwaltung, WP Toolkit kümmert sich um die WordPress-Verwaltung und WordPress selbst um die Website-Inhalte.
